Bilderzeugende Fotografie
Hannah Moser

AuraDie Fotoserie beschäftigt sich mit einem neuen fotografischen Verfahren, um abstrakte Bilder zu erzeugen. Die erzeugten Bilder leben von ihrer lebendigen, beseelten Struktur und allem voran vom Licht.

Seit ich die Fotogramme von LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY und die gemalten Lichtbilder seines Schülers FRITZ WINTER gesehen habe, suche ich nach einem neuen fotografischen Verfahren, das es mir in ähnlicher Weise erlaubt, magisches Licht auf Fotografien zu erzeugen. Genauso lange wie mein Wunsch besteht, suche ich nach einer Möglichkeit. Die Übermacht der Maler im Bereich der Mystifizierung des Lichts war mir immer ein Dorn im Fotografenauge. So machte ich viele Experimente, bis ich fündig wurde.
Links: FotogrammKunst des LichtsLászló Moholy-Nagy, Fritz Winter: Licht-Bilder

Zu meiner Arbeitsweise

Bei meinen Experimenten konzentrierte ich mich auf auf  Form, Farbe und vor allem auf Licht. Ich fand für mich, heraus, dass mich die Kombination weicher Formen und harter Kanten im harmonischen Zusammenspiel besonders interessieren. Und ich versuche transparente Ebenen, Lichtschimmer und Lichtpunkte zu erzeugen. In Bezug auf die Mystifizierung des Lichts und die Wahl der Farbe liefert die digitale Fotografie möglicherweise mehr künstlerischen Freiraum als die analoge Fotografie, aber so wie sich ein guter Architekt nicht jeder möglichen Versuchung hingibt, darf sich ein guter Fotokünstler nicht jeder digitalen Versuchung hingeben.

Ich stimme im Positiven wie im Negativen mit Michael Ruetz überein, wenn er.meint: „Wie bei allen technischen Innovationen muss man auch bei der modernen Fotografie erst lernen, damit umzugehen. Die digitale Fotografie, wenn man sie richtig versteht und anwendet, ist letztlich ein malerisches Medium. Weil sie dem Fotografen erlaubt, was Maler tun: Farben zu verändern und Farben zu adaptieren. All das ging mit der analogen Fotografie nicht.“ und „Allen fehlt die Geduld. So viel Zeit und Warten kann sich heute niemand mehr abverlangen. Was ja auch verständlich ist. Auch malende Künstler nehmen sich nicht gerade viel Zeit. Studenten an meiner Hochschule (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) würden am liebsten schon im dritten Semester eine eigene Ausstellung machen, anstatt sich Zeit zu lassen. Das ist heutzutage so.“

Links:
Michael Ruetz: Allen fehlt die Geduld, Die digitale Fotografie ist ein malerisches Medium, Bilder wie Fenster in die Ewigkeit

Fotografische Behauptung

Meine abstrakten Bilder haben auch dann nichts mit der Realität zu tun, wenn man glaubt, den Bezug der Bilder erkennen zu können. Meine Fotografie hat eher etwas mit einer Flucht aus dem tristen Alltag in eine magische Welt und einem fotografischen Entwurf als mit der fotografischen Abbildung der Realität zu tun. Die Beweiskraft der Bilder bezieht sich auf das anvisierte künstlerische Konzept und nicht auf die Darstellung der Realität als solche. Das magische Licht soll zum Träumen von einer magischen Welt und zum Denken über eine zukünftige, bessere und schönere Welt einladen. Haruki Murakami drückt es so aus: Die Realität hat das falsche Gewicht.

Ausstellungskonzept

Die Bilder sind Einzelbilder und stellen keine Serie dar. Obwohl jedes Bild für sich steht, können manche davon gut zusammen gezeigt werden. Die Bilder können in 50er, 60er, 70er oder größeren Rahmen präsentiert werden.

Abstrakt

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